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Wer noch mal?

Vor einer ganzen Reihe von Jahren, die Idee zu spraybooks war noch frisch und unschuldig, hatten wir überlegt, für manche Cover unserer geplanten Titel die hervorragenden Arbeiten von einem gewissen Banksy zu nutzen. Damals war Banksy bei weitem nicht so bekannt wie heute, zumindest nicht einer größeren Öffentlichkeit – und auf alle Fälle nicht mir.

Ohne zu wissen, ob und wie Urheberrechte bzw. Gesetze zum Schutz kreativer/künstlerischer Werke auch für selbst geschossene Fotos von öffentlich zugänglicher street art gelten, dachten wir uns, schaden kann’s ja auf keinen Fall, den Künstler einfach zu fragen, ob er oder sie  ein Problem damit hat, wenn Fotos seiner Kunst auf Buchcovern auftauchen, und seien es „nur“ eBook-Cover.

Irgendwann gelang es uns tatsächlich,  Kontakt aufzunehmen, und wir haben eine eMail mit der Anfrage auf den Weg geschickt, ob’s okay wäre … und so weiter und so fort s.o. Die Antwort lautete im Kern: Nee, geht leider nicht.
Seine Gründe waren für mich zu diesem Zeitpunkt allerdings absolut nachvollziehbar, wusste ich doch inzwischen, dass ich dann auch, sagen wir, Gerhard Richter hätte fragen können, ob ich nicht vielleicht das eine oder andere seiner ansonsten ja eher unbekannten Bilder als Cover verwursten dürfe. Er hätte ja auch was davon, würde er auf diese Weise endlich einer größeren Öffentlichkeit bekannt. :-)

Warum ich das hier schreibe? Vielleicht, weil es einerseits zeigt, dass es zumindest nicht immer richtig ist, was Mark Twain einmal bemerkte: »Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen.« Das mit der Ignoranz ist nämlich so eine Sache …
Na ja, und zum anderen las ich heute auf Medium einen Text mit dem Titel »Why Saving Banksy Means Saving Yourself«  von David Choe, in dem es eigentlich um etwas völlig anderes geht.
Mich hat’s jedenfalls an unsere eigene „kleine Geschichte mit Banksy“ erinnert, und die ist hiermit erzählt.

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