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Eine Leidenschaft für gute Geschichten

Doris Engelke

»Als Übersetzerin und Lektorin hat sie sich im Laufe der Jahre einen Ruf erarbeitet: zäh, aber nicht zickig zu sein. Manche Autoren bestanden gar darauf, mit ihr zusammenzuarbeiten. Das lag auch daran, dass sie viele überhaut erst zu Eichborn geholt hatte. Als Schatzsucherei war sie Jahr für Jahr auf der hiesigen Buchmesse, oft aber auch in England und Amerika, um Autoren und Geschichten aufzuspüren. Gezielt hat sie stets die kleinen, besonderen Verlage angesteuert.

Wie aber merkt man, was „gut“ ist?

„Meine Devise war immer danach zu fragen, ob ich das Buch selbst gerne lesen würde“, erklärt sie. Die Literatur mit großem L hat sie wenig interessiert, Wortklingel oder Adjektiv-Stürme sind ihr ebenso ein Graus wie die Nabelschauen, die sie vor allem mit deutschen Autoren verbindet. Was sie hingegen mag: originelle Sachbücher, Krimis und „geradlinig erzählte Geschichten, bei denen jeder Satz aufs Wesentliche eingekocht ist.“ Stories eben, wie sie vor allem amerikanische Autoren zu schreiben imstande sind. So hat sie neben John Fante Richard Brautigan, William Kotzwinkle, Andrew Vachss, Amanda Cross und viele andere auf den hiesigen Markt geholt. Sie hat aber auch deutsche Autorinnen wie Annegret Held, Petra Morsbach, Monika Held oder Karin Duve bekannt gemacht.«

Tja, und heute ist sie eine der tragenden Säulen von spraybooks. :-)
Bei Bookster ist in der aktuellen Ausgabe ein Porträt von Doris Engelke erschienen.

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